SOS Kinderdorf – Wahltag U18+

Update 12.09.2016 – Ergebnisse und Wünsche der Jugendlichen

Die Gespräche mit den Jugendlichen wurden an diversen Tischen im World Café-Format durchgeführt. Dabei interessierten sich Jugendliche und Begleitpersonen vor allem für folgende Themen:

Wohnungspolitik – Was machen wir gegen zu hohe Mieten? Antworten darauf gibt es in diesen Blogpost.

Arbeit, Ausbildung und Schule – Wie werden Schüler auf das Berufsleben vorbereitet?

Drogen – Wann wird das Gras legalisiert?

Flüchtlinge – Wie steht die Piratenpartei hierzu?


Am Freitag den 09.09.2016 findet von 9 bis 11 Uhr ein Wahltag für Jugendliche im SOS Kinderdorf in der Oudenarder Straße 16 statt. Hier gibt es zum nachlesen einige Punkte die im Gespräch gefragt werden könnten.

Wie war der berufliche Werdegang?

Ich bin in Berlin Wedding zur Schule gegangen. An der Ernst-Schering-Oberschule machte ich meinen Realschulabschluss.

Meine Lieblingsfächer waren Informatik und Physik. In Fremdsprachen hatte ich immer etwas Probleme.

Nach der Schule absolvierte ich eine 3,5-jährige Ausbildung als Physiklaborant am Max-Born-Institut. Im Anschluss erlangte ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Ende 2011 begann mein Physik-Studium an der TU Berlin. Gleichzeitig erhielt ich durch die Berlin Wahl 2011 ein Mandat in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte. Seit 2013 studiere ich Verkehrswesen.

Wofür stehen Sie?

Ich stehe für ein funktionierendes Berlin. Land und Bezirke brauchen dringend mehr Personal, das möchte ich einstellen. Wichtig ist für mich die Schulsanierung und die Verfügbarkeit von günstigen Wohnungen. Als Pirat fordere ich mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung.

Wofür setzen Sie sich für junge Menschen in Berlin Mitte ein?

Das vollständige Wahlprogramm der Piratenpartei findet ihr unter berlin.piratenpartei.de.

Thema Bildung

  • Neben der Schulsanierung und mehr Lehrpersonal, setzen wir uns für eine individuelle Schullaufbahn ein. So sollen die Schüler*innen die Möglichkeit haben verschiedene Fächer in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu lernen.
  • Wir fordern für Schüler*innen ein Stimmrecht für die Schulkonferenz. Wichtige Abstimmungen sollen mit einer digitalen Plattform realisiert werden.
  • Wir fordern freie und digitale Medien, damit ihr euch aussuchen könnt ob ihr ein Buch oder einen Computer benutzen könnt.
  • Die Piratenpartei ist für kostenloses Mittagessen und ein Schulobstprogramm.

Familienpolitik

  • Kinder sollen den ÖPNV kostenlos benutzen dürfen.
  • Plätze für Kinder und Jugendliche wie Jugendfreizeitstätten oder Spielplätzen.

Kunst- & Kultur

  • GEMA reformieren, damit ihr Musik auf YouTube ohne Probleme hören könnt.
  • Mehr Videospiele in Berlins Bibliotheken.
  • Schutz unserer Clubs, damit auch ihr feiern gehen könnt.
  • Legale Wände zum Graffiti sprühen.
  • Die Piratenpartei möchte ein Comic-Museum.

Was bedeutet es wählen zu dürfen?

Das bedeutet über die Zukunft seiner Stadt mit entscheiden zu können.

Das bedeutet über sein Geld entscheiden zu können.

Das bedeutet Eckpfeiler für sein Leben setzen zu können.

Warum stellen sich Politiker zur Wahl?

Da hat jeder Politiker seinen eigenen Grund.

Mein Kerngedanke ist: „Wenn du willst das es richtig gemacht wird, muss du es selber machen.“ Schon seit der Schule bin ich mit der Politik unzufrieden. Oft sehe ich Nachrichten und denke mir: „Warum machen unsere Politiker das so, obwohl selbst Experten zu anderen Vorgehen raten.“

Was kann man mit seiner Stimme bewirken?

Das ist wie mit den Ameisen. Alleine bewirkt die Stimme nichts, aber viele Stimmen können Berge versetzen (wie beim Braunkohleabbau).

Ihr könnt bei der Wahl am 18. September drei Kreuze machen. Mit dem Ersten Kreuz wählt ihr euren Direktkandidat. Mit dem Zweiten eine Partei für das Land und mit dem Dritten eine Partei für die Bezirksverordnetenversammlung.

Woher kommt der Name Piratenpartei?

Anders als andere Parteien ist die Piratenpartei eine internationale Bewegung. Es gibt in vielen Ländern eine Piratenpartei. Die erste Piratenpartei gab es in Schweden dort wurde der Name festgelegt.