Shin Godzilla – Filmkritik

Shin Godzilla – Filmkritik

Schon seit meiner Kindheit bin ich von Monsterfilmen fasziniert und ganz besonders hat es mir Godzilla angetan.

Shin Godzilla (2016) ist ein Film aus den japanischen Toho-Studios, welche 1954 den ersten Godzilla-Film produzierten. Tatsächlich hat Shin Godzilla (US-Titel: Godzilla Resurgence) mehr mit dem ersten Film gemeinsam als alle anderen Godzilla-Filmen. Im Gegensatz zu letzten US-Film (2014) kämpft Godzilla hier nicht gegen andere Monster, sondern watschelt durch Japans Hauptstadt Tokio, natürlich nicht ohne Chaos und Zerstörung zu hinterlassen. Die Katastrophe wird dem Zuschauer dabei über die Verwaltungs- und Regierungsebene dargeboten. So werden praktische Probleme erörtert, die auch in der Realität Fragen aufwürfen: Welche Behörde ist verantwortlich? Welches Gesetz findet Anwendung? Soll der Notstand ausgerufen werden? Bitten wir unsere Verbündeten um Hilfe?  Das Geschehen wird von den Schauspielern gut vermittelt und es entsteht der Eindruck, einen tatsächlich Einblick in Japans Politikstruktur zu erlangen.

Bei der handfesten Handlung um Entscheidungen wird Godzilla zur reinen Katastrophe degradiert. Der eigentliche König der Monster wirkt ersetzbar und hätte leicht durch eine andere personifizierte Katastrophe ausgetauscht werden können. Gut gelungen ist den Machern die Darstellung von Godzilla. Bei den Effekten mit Abstrichen, sind Ursprung und Körperfunktionen des Monsters gut begründet und folgen einer Logik, welche die alten Filme vermissen ließen.

Fazit: Gut Auferstehung des original Monsters, dem es jedoch an (Monster)-Charakter fehlt.

4von5Sterne